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Augsburg Raptors gewinnen an Erfahrung

Aufgrund einer Laune des Spielplans und bedingt durch Spielausfälle traf Liganeuling Augsburg in der aktuellen American Football Verbandsligasaison zweimal hintereinander auf den Bayernligaabsteiger Kaufbeuren Vandals. Die zu weiten Teilen noch unerfahrenen Raubsaurier mussten sich der Erfahrung und der Cleverness der Kaufbeurer geschlagen geben und verloren beide Spiele deutlich mit 0:22 beziehungsweise 0:28. Trotz der ähnlichen Ergebnisse boten die Fuggerstädter in den zwei Spielen höchst unterschiedliche Leistungen.

Im Hinspiel fehlte bei den Augsburgern die mannschaftliche Geschlossenheit. Mangelnde Konzentration und viele individuelle Fehler machten außerdem entweder die wenigen Chancen der Raptoren zunichte oder eröffneten den Vandals aussichtsreiche Möglichkeiten, die diese auch dankend annahmen. Kurz gesagt: eine im Grunde höchst unbefriedigende Mannschaftsleistung konnte auch von einigen wenigen in Normalform spielenden Raubsauriern nicht ausgeglichen werden und das erste Spiel wurde, auch in der Höhe, verdient verloren.

Zum Rückspiel konnten die Augsburger nur mit einem Rumpfteam in Kaufbeuren antreten, welches in den ersten Spielminuten durch eine schwere Verletzung eines Augsburger Passverteidigers weiter dezimiert wurde. Auffällig war von Anfang an, dass die Raptors konzentriert und mannschaftlich geschlossen in das Spiel gingen. Obwohl einige Spieler auf für sie ungewohnten Positionen spielen mussten, konnten die Augsburger die Partie über lange Zeit offen halten. Die Kaufbeurer konnten ihre weitaus größere Routine und Abgeklärtheit lange Zeit nicht in Punkte umsetzen und hatten gegen Ende des dritten Spielabschnitts nur sechs Punkte vorzuweisen. Die Abwehr der Raubsaurier hielt den Angriffsbemühungen der Vandals lange Zeit stand und auch der im ersten Spiel glanzlose Angriff konnte durch einige gelungene Aktionen zeigen, dass er durchaus über Potenzial verfügt. Im Verlauf der Partie konnten sich die Kaufbeurer dann jedoch immer besser auf die Augsburger einstellen. Durch die knappe Spielerdecke konnten die Raptors angeschlagenen oder erschöpften Spielern keine Atempause einräumen und die Gastgeber nutzten die sich ihnen daraus ergebenden Möglichkeiten. In der letzten Viertelstunde der Partie kamen die Vandals noch zu drei Touchdowns und sicherten sich den insgesamt verdienten, aber zu hohen Sieg.

Cheftrainer Marcus Holland sieht seine Mannschaft trotz der deutlichen Niederlagen auf dem richtigen Weg: „Technisch und taktisch sind die einzelnen Spieler bereits durchaus in der Lage, gegen die Spitzenteams der Liga mitzuhalten. Deutlich erkennbar ist natürlich die noch weitgehende Unerfahrenheit. Die daraus resultierende Nervosität und Unsicherheit führen dann dazu, dass im entscheidenden Moment die mannschaftliche Geschlossenheit oder die für American Football notwendige Zweikampfhärte fehlen. Wir sind dieses Jahr noch einen Schritt von den Spitzenteams der Liga entfernt. Aber als Aufsteiger war uns klar, dass wir uns in der ersten Saison erst einmal um den Klassenerhalt kümmern müssen, ehe wir vielleicht nächstes Jahr einen Platz in den oberen Tabellenregionen anstreben können.“

Die Raptors empfangen am 20. Juni zu Hause den aktuellen Tabellenführer München Rangers. Die Münchner waren in der vergangenen Saison Erster der Bayernliga, wurden aber vom Verband in die Verbandsliga zurückgestuft. Sie gelten natürlich als Favorit – sowohl für das kommende Punktspiel als auch für die Meisterschaft.

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